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MITTWOCH den 15. Okt. 2025 um 18:00 Mariahilfer Frauenwochen1060 Wien, Amerlingstrasse 11
„Komponistinnen im Wandel – Ein Blick auf 200 Jahre“
Der Vergleich von Komponistinnen über einen Zeitraum von 200 Jahren zeigt die enormen Veränderungen. Während Fanny Hensel und Alma Mahler noch mit erheblichen gesellschaftlichen Einschränkungen konfrontiert waren, genießen moderne Komponistinnen wie Manuela Kerer, Roxanna Panufnik und Barbara Rektenwald heute weitaus mehr Freiheiten. Sie können ihre Werke auf der Bühne präsentieren, sich kreativ entfalten und nutzen die Möglichkeiten der digitalen Welt, um ihr Publikum zu erreichen. Dennoch bleibt die Musikwelt nach wie vor von männlichen Prägungen dominiert, und die vollständige Gleichstellung ist noch nicht erreicht.
Auf dem Programm:
- Romantische Musik von Fanny Hensel (1805–1847) – ausgewählte Lieder aus Op. 1 und Op. 7
- Spätromantische Musik von Alma Mahler (1879–1964) – ausgewählte Lieder aus „Fünf Liedern“, „Vier Liedern“ und „Fünf Gesängen“
- Experimentelle Musik von Manuela Kerer (geb. 1980) – ausgewählte Lieder mit ungewöhnlichen Instrumentierungen
- Zeitgenössische klassische Musik von Barbara Rektenwald (geb. 1970) – ausgewählte Lieder, die neue Kompositionstechniken einbeziehen
- Zeitgenössische Musik von Roxanna Panufnik (geb. 1968) – ausgewählte Lieder aus „If I don’t know“, die humorvolle Elemente enthalten
Der Liederabend verbindet humorvolle, skurrile und theatralische Stücke mit Momenten der Ruhe. Skurrilität erscheint hier nicht als Provokation, sondern als ungewohnter Blick auf das Menschliche: Sie verschiebt Erwartungen, bricht scheinbare Banalitäten auf und lädt zum genauen Hinhören ein.
Lieder von Roxanna Panufnik (*1968) auf Texte von Wendy Cope wie Being Boring / Langweilig sein und If I don’t know / Wenn ich nicht weiß, Werke von Manuela Kerer (*1980) (Alma Phantasien, Paparazzziiihhh), Lera Auerbach (*1973) (David’s Tanz, Armer Fischer), Germaine Tailleferre (1892–1983) (Trois Chansons nach Jean Tardieu) sowie Barbara Rektenwald (*1970) (Windsbraut, Zerrung – Werk in Arbeit – und Oscar) werden durch Kinderlieder Ein Kro-ko-kro-kodil und Giraffenwalzer ergänzt.
Die Musik bewegt sich zwischen verspielt und poetisch, kraftvoll und überdreht, interaktiv und scheinbar banal oder visionär. Gemeinsam öffnen die Werke Räume zwischen Humor und Ernst, Fantasie und Erinnerung. Das Skurrile erscheint dabei als Ausdruck des Menschlichen selbst: als Abweichung vom Gewohnten, die Verletzlichkeit zeigt und Fantasie freisetzt.
AUFFÜHRUNGSDAUER: ca. 60 min
BESETZUNG:
Sängerin: Violetta Kowal
Pianistin: Barbara Rektenwald

